Mehr – Tages -Tour Tirol August 2025

Montag, 18.08.2025 bis Sonntag, 24.08.2025

Montag, 18. August 2025 (Eschen nach Oetz im Oetztal)
Die geplante Anfahrtstour über die Silvretta Hochalpenstrasse / Bielerhöhe musste leider ausgefallen, da ein Bergsturz im Juni die Strasse verschüttet hat. Trotz erfolgreicher und abgeschlossener Reparatur konnte die Strecke aber nicht freigegeben werden, da geologische Gutachten weitere Steinschläge nicht ausschliessen liessen. Die Strasse bleibt bis Ende Jahr geschlossen.
Die Alternativroute nahmen wir zu Zweit - Angelo und ich - in Angriff, trafen uns in Menzingen und fuhren die Tagestour praktisch ohne Autobahn bei schönem und angenehmen Wetter bis zum Tagesziel nach Oetz. Durch das Toggenburg erreichten wir Eschen, nach einem Kaffeehalt ging die Fahrt weiter Richtung Dornbirn, folgten anschliessend über einen Teil der Bregenzerwald Strasse und die Käsestrasse zum Hochtannberg und ins Tirol. Nach einem Mittagshalt mit den ersten Tiroler Schmakerl folgten wir zwischen den Allgäuer Alpen  und den Lechtaler Alpen der Strasse im Hochtal bis nach Elemen, fuhren durch das Bschlabertal über das Hanntennjoch nach Imst und erreichten kurz nach Mitte Nachmittag in Oetz unser Hotel Stern. Der Empfang war sehr herzlich und wir wurde gleich zum einem Empfangsbier eingeladen. Der ganze Service im sehr alten Gasthof zum Stern – das Haus ist im Jahre 1100 verbrieft - durch unseren Gastgeber Georg  war einmalig, so natürlich, herzlich, überaus freundlich und aufmerksam. Angelo und ich habe so etwas noch nie erlebt, auch Georgs Empfehlungen für ein Restaurant zum Nachtessen waren auch sehr gut.

Dienstag, 19. August 2025 (Oetz > Kühtai- Sattel > Mittersill)
Der Tagesroute folgend erreichten wir den Kurort Kühtai, genossen einen Ausflug mit der DreiSeenBahn und der Aussicht über den Kühtai Sattel, folgten anschliessend dem Hochtal Sellerain, über den Talboden Völs wieder hoch nach Sistrans, genossen die weitere Fahrt mit Sicht auf - und hoch über – Innsbruck bis nach Wattens. Der weiteren Fahrt durch das Unterinntal folgten wir abwechslungsreich der Hauptstrasse und der Autobahn bis Wörgl. Mittagshalt machten wir in Hopfgarten im Brixental. Bei der Weiterfahrt über Kitzbühl und über den Pass Thurn erreichten wir unseren Übernachtungsort Mittersill im Oberpinzgau. Das Alphotel Mittersill war unser Stützpunkt für 2 Übernachtungen.

Mittwoch, 20. August 2025 (Rundtour Tauerntal > Grossglockner)
Unsere Tour führte uns bei gutem Wetter auf der Felbertauernstrasse ins Tauerntal und somit ins Osttirol. Unserer Route folgend über Matrei erreichten wir Lienz, wo Angelo sich einen Ersatz für seine undichten Regenklamotten beschaffte. Die Prognosen für Mittwoch und Donnerstag waren recht unsicher und verhiessen teilweise Regen. Nun ging es bergaufwärts und über Heiligenblut erreichten wir die Grossglockner Hochalpenstrasse, welche ihrem Ruf als sehr schöne hochalpine Strecke über 32 km voll gereicht wurde. Meine beiden Highlights waren dabei die beiden Abstecher zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe und der wirklich anspruchsvollen Strasse zum Aussichtsort Edelweissspitze (mehrere sehr enge Spitzkehren à la Stilfserjoch, zudem auf Kopfsteinpflaster…). Der Blick auf die Grossglocknergruppe, zurück zur Anfahrtsstrecke mit dem Tunnel Hochtor, aber auch in Richtung unseres weiteren Streckenverlauf bis zu Zell am See war sehr schön. Einen etwas späteren Mittagshalt machten wir in Fusch und genossen, wie könnte es anders sein, wie bisher Tiroler Spezialitäten. Mein Kaiserschmarren war ausgezeichnet. Für die Weiterfahrt folgten wir auf Vorschlag von Angelo – er hatte noch zu wenig Tageskilometer intus… - über Zell am See zu einer Zusatzrunde über Saalfeld Richtung Kitzbühl und anschliessend wieder über den Pass Thurn nach Mittersill. Aber kurz vor Kitzbühl schlug das Wetter schnell um, und Angelo konnte für die letzten 30 km seine neue Regenkombination gleich prüfen und ein erstes Mal amortisieren.

Donnerstag, 21. August 2025 (Mittersill > Gerlos Pass > Innsbruck)
Von Mittersill fuhren wir – schon wieder – eine herrliche Strecke im Oberpinzgau auf der Gerlosstrasse zum Gerlospass und anschliessend ins Zillertal. In der Region Fügen mussten wir im Start/Stop eine Stau durchfahren. Vor Jensbach im Unterinntal machte Angelo wieder eine Vorschlag, die Tour noch etwas auszubauen. Wir fuhren Richtung Achensee/ Achenpass / deutsche Alpenstrasse. Beim Achensee kam uns eine Regenwand entgegen, wir kehrten schnell um und machten in Schwaz Mittagshalt. Wir genossen unter einem grossen Sonnenschirm italienische Spezialitäten und liessen uns auch durch einen beginnenden Regen nicht stören. Anschliessend zogen wir im Trockenen unsere Regenklamotten an und fuhren im Regen – auch wieder ca. 30 km über die Autobahn - zum nächsten Übernachtungsort Innsbruck. Wir besuchten die Innsbrucker Innenstadt, das Goldene Dach und die auf Tourismus getrimmten Innenstadtgassen und genossen zum wiederholten Male die regionalen Spezialitäten in einem Restaurant in einer Nebengassen.

Freitag, 22.08.2025 (Rundtour Timmelsjoch Jaufenpass)
Wir fuhren auf direktem Wege zum Öztal und via Sölden hoch nach Hochgurgel, wo wir das TOP Mountain Motorcycle Museum besuchten. Die Ausstellung war wirklich ein Hightlight, es sind auf 4500 m2 im Total 550 Motorräder und 40 Fahrzeuge mit grosser Mehrheit im Satus Oldtimer zu bestaunen. Auch die Sonderausstellung «Expeditionen und Forschungsreisen von Professor Max Reisch» aus den 130er und 1940er Jahren, war sehr interessant und zeigt Puch- Motorräder und Expeditionsfahrzeuge wie auch historische Ausrüstungen. Anschliessend führte und der Weg zur Passhöhe Timmelsjoch und in der Folge eine sehr kurvige und attraktive Bergstrasse Richtung Tal. Nach einem Mittagshalt erreichten wir San Leonardo in Passiria, bevor uns die Hochfahrt zum Jaufenpass sehr begeisterte, es ist eine wahre Traumstrecke. Nach einer Pause ging es weiter hinunter nach Sterzing, auch eine sehr kurvenreiche Strecke, leider aber ein richtiger Flickenteppich.  Die Rückreise auf der Hauptstrasse über den Brenner hat mich positiv überrascht, auch keine üble Strecke. Nach einem wettermässig schönen Tag erreichten wir Innsbruck und verbrachten den Abend bei sommerlichen Temperaturen wieder in der Innenstadt Innsbrucks.

Samstag, 23.08.2025 (Innsbruck > Garmisch Partenkirchen > Tannheim)
Kurzfristig entschlossen wir uns, nicht die schöne, aber sehr stark befahren Route über den Fernpass zu fahren, sondern fuhren eine auch gute und schöne Strasse via Scharnitzpass nach Mittenwald. Anschliessend ging es weiter über die bekannte Deutsche Alpenstrasse via Garmisch Partenkirchen und Oberau auf einen weniger befahrenen Teil der Alpenstrasse. Das Wetter war herrlich, aber in der Höhe war es auch recht kalt. Bei einer Mittagpause in einem Bikerrestaurant wärmten wir uns mit Suppe auf, bevor es weiter zum Plansee hinunter ging. Über Reutte – den Abstecher zum Schloss Neuschwanstein liessen wir fallen - und den Gaichtpass erreichten wir das Tannheimer Tal und fuhren am Haldensee und anschliessend im Übermut wieder eine Zusatzrunde über das heutige Ziel Tannheim hinaus hoch zum Oberjoch Pass. Wir waren recht früh am Einchecken, Angelo genehmigte sich in unserem Hotel Goldenes Kreuz ein Dampfbad und ich erkundigte Tannheim zu Fuss und landete schlussendlich beim gleichentags stattfindenden Tannheimer Sommernachtsfest.

Sonntag, 24.08.2025 (Tannheim > Bregenzerwaldstrasse > Eschen
Unsere Tiroltour näherte sich dem Ende. Aber auch der letzte Tag und somit die Rückfahrt hatte noch viele Höhepunkte zu bieten. Über den attraktiven Oberjoch Pass erreichten wir Sonthofen, bevor wir über den Riedbergpass - ein weiterer Töffgeheimtip – und via Hittsau, den Bregenzer Wald und Damüls durch das Laternser Tal unseren letzten Pass, das Furkajoch in Angriff nahmen. Bei herrlichem Wetter genossen wir unsere letzte Mittagspause mit herrlichem Ausblick auf die sehenswerten Bergketten. Über die schöne Bergstrasse fuhren wir zum Talgrund und erreichten über Feldkirch den Tourabschluss Eschen. Hier trennten sich unsere Wege, Angelo suchte den schnellste Weg über die Autobahn, währen ich nochmals durch das Toggenburg fuhr. Wir erreichten beide müde, aber sehr zufrieden unser Zuhause.

Kurzbilanz zur Tour:
Sehr sehenswerte Regionen, absolut attraktive Töffstrecken mit etlichen «Kurvenorgien» primär auf 2. , aber auch 1.- Klass- Strassen und auf total etwas über 1500 km nur etwa 200 km Autobahn. Auch kulinarisch haben uns die Tiroler Spezialitäten begeistert. Erwähnenswert u.a. die verschiedenen aktuellen Pfifferlings Gerichte, aber auch die Vielfalt an Knödeln und die Desserts wie Apfelstrudel und Kaiserschmarren, um nur einige zu nennen.

Stephan